Sonntag, 17. Juli 2011

Inflation - Geldanlage in Gefahr?

Inflation-Geldanlage - vgwort
Inflation - Gefahr für die Geldanlage?
Inflation - Geldanlage in Gefahr?
Die beste Geldanlage ist eine gute Anlagestrategie. Inflation ist ein wichtiger Gesichtspunkt, wenn es darum geht, eine gute Anlagemöglichkeit für einen bestimmten Anlagebetrag zu finden.

Inflation - was ist das?

Wenn allgemein die Preise für Güter steigen, kann man für das Geld, das man verdient oder gespart hat, weniger kaufen. Man spricht daher von Geldentwertung oder Inflation.

Gemessen wird die Inflation als Inflationsrate bzw. Preissteigerungsrate (Teuerungsrate) in Prozent.

Beispiel: Bei einer Inflationsrate von 5 % pro Jahr ist das Geld am Ende des Jahres 5 % weniger wert als am Anfang - mit 100 Euro kann man nur noch so viel kaufen wie vorher mit 95 Euro.

Bei anhaltender Inflation bleibt über die Jahre von der Kaufkraft des Ersparten nicht viel übrig - wenn man Geld als Bargeld aufbewahrt oder auf ein nicht oder schlecht verzinstes Konto legt.

Zwar beträgt die jährliche Inflationsrate in Deutschland aktuell nicht 5 %, sondern 2,4 % (Stand Juli 2011), doch trotzdem sollte man sie bei der Geldanlage als wichtigen Faktor berücksichtigen.

Inflation - Geldanlage

Bei den verschiedenen Geldanlagemöglichkeiten wirkt sich die Inflation unterschiedlich aus. Hier einige Beispiele:

  • Bargeld und unverzinstes Girokonto
    Anhaltende Inflation frisst die Kaufkraft nach und nach auf, siehe Beispiel oben.
  • Sparbuch und niedrig verzinstes Anlagekonto
    Solange die Inflationsrate höher als die Verzinsung ist, wird die Kaufkraft des Ersparten mit der Zeit weniger.
  • Tagesgeld und Festgeld
    Die Zinsen auf Tagesgeld und Festgeld sind bei einigen Banken aktuell etwas höher als die Inflationsrate. So wird zumindest die Kaufkraft erhalten.
  • Aktien und Aktienfonds
    Aktien und Aktienfonds sind von der Inflation nicht betroffen, denn sie sind ja kein Geld, sondern bescheinigen den Anteil an einer Aktiengesellschaft bzw. an einem Fondsvermögen. Sie sind also Sachwerte.
  • Immobilien
    Immobilien sind von der Inflation nicht betroffen, denn auch sie sind ja kein Geld, sondern Sachwerte.
  • Gold
    Gold ist von der Inflation nicht betroffen, denn auch Gold ist ein Sachwert.

Daraus sollte man jedoch nicht den Schluss ziehen, ausschließlich in Sachwerte wie Aktien/Aktienfonds, Immobilien und Gold zu investieren. Sie sind zwar nicht von der Inflation betroffen, aber haben andere Nachteile: Aktien und Aktienfonds sind schlecht planbar - man kann nicht sicher sein, wie sich eine Aktie/Aktienfonds entwickelt - und sie unterliegen Börsenstimmungen. Wer in einer Krise verkaufen muss, weil er gerade Geld benötigt, der kann viel Geld verlieren. Ähnliches gilt auch für Gold: Gold hat sich in den letzten Jahren fantastisch entwickelt, aber niemand kann sagen, ob es so weitergeht oder ob es eine Korrektur geben wird. Genausowenig ist die Entwicklung der Immobilienpreise vorhersehbar und auch abhängig vom Standort, den Infrastrukturentwicklungen etc.

Der beste Inflationsschutz ist ein Anlagenmix entsprechend einer Anlagestrategie, die sich auf mehrere Säulen stützt - wobei man allerdings auf größere Bargeldsummen unter dem Kopfkissen, Guthaben auf einem unverzinsten Girokonto oder schlecht verzinsten Sparbuch verzichten sollte.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen